Wird zwar niemanden interessieren, aber ich habe letzte Nacht sehr gut geschlafen. Unbedingt erwartet hatte ich dies nicht, da ich zur Geisterstunde Esther kennen lernte. Sie ist ein neunjähriges Waisenmädchen, das von Familie Coleman adoptiert wird und kurz darauf zu Kate und John zieht.

Hinter der Fassade des hübschen, intelligenten Waisenkinds verbirgt sich das Böse kompromisslos, berechnend und kaltblütig. Max und Danny, die leiblichen Kinder, stellen dies bald fest, doch sie müssen schweigen. Esther kann nun ihre Pläne ungestört verwirklichen.

Isabelle Fuhrman als Ester in „Orphan - Das Waisenkind“

Ich sehe gern Horrorfilme, nur „vertrage“ ich sie nicht wirklich. In den Schatten, die sich nachts im meinem Schlafzimmer sammeln, erblicke ich dann alle möglichen Dinge. Dies ist nicht unbedingt schlaffördernd. Ich bin mir sicher, dass ich vor dem Einschlafen auch Esther gesehen habe. „Orphan – Das Waisenkind“ setzt auf Schocker á la Alfred Hitchcock. Andeutungen wirken auf mich viel phantasieanregender als das plakative Zeigen von Abschlachtszenen. Außerdem spielt der Film mit den typischen Spannungsmomenten: Kate schiebt im Schlafzimmer einen Spiegelschrank auf, um ein Medikament einzunehmen. Als die Tür geschlossen wurde – ich saß bereits sprungbereit in meinem Kinosessel – passierte nicht. Ich fand’s gut, wie den ganzen Film.

Bis kurz vor Schluss war Esthers Motivation unklar. Lange Zeit dachte ich, dass eine neue Variante in der Kategorie „Besessenheit“, Untergruppe „Mordende Kinder“ gegeben wird. Doch die Auflösung hat es in sich.

Bildquelle: Warner Bros.

2 Kommentare

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    • Veröffentlicht am Sonntag, 1. November 2009 um 10:30
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  1. Ich kann bei solchen Filmen auch oft schlecht schlafen, deshalb schau ich sie mir nicht an. Falls ich doch mal dazu genötigt werde suche ich mir immer die unrealistischen Details raus und führe sie mir ganz klar vor Augen. In deinem Film zum Beispiel ist die Frau noch zu jung um so kompromisslos, berechnend und kaltblütig zu sein… :-)


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