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Von Wünschen und von Realität.

Sonntag, 22. Januar 2012

DS

Liebe Leser dieses kleinen aber feinen Blogs, über Ihnen spannt sich das dunkelblaue fast samtschwarze Himmelszelt. Im majestätischen Firmament leuchten edel die Sterne. Ihr Licht ist ein Gruß aus einer längst vergangen Zeit. Vor diesem erhabenen Hintergrund malen Raketen für einen kurzen Moment der Unsterblichkeit ein stolzes Spiel aus ihren leuchtenden Farben. Es ist Silvester und der Blick ist eindrucksvoll. Sie genießen! Plötzlich überschwemmt die strahlende Sonne mit gleißendem Licht das imposante Bild.

Die farbigen Bilder, die die Traumwelt gerade noch so intensiv bot, verschwinden schlagartig. Benommen liege ich im stillen Dunkel meines Schlafzimmers. In der kleinen Straße vor meiner Stadtwohnung pfeift einsam der Wind. Ich taste nach meinem Wecker. Es ist 6.19 Uhr. Werktags würde ich bereits im Bus auf dem Weg zur Arbeit sitzen. Während ich das viel zu zeitige Munterwerden verfluche, höre ich die Signale meines Körpers. Die Blase meldet Überfüllung und ich stehe auf. Es sind unfassbar wenige Tropfen, die sich den langen Weg aus dem Inneren heraus quälen. Während ich geduldig auf Mehr warte wird mir klar, dass ich eigentlich wegen nichts munter wurde.

Warum kann sich die innere Uhr nicht wenigstens am Sonntag abstellen?

Von Wünschen und von Realität.

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